Kommunikationsfähigkeit: Verbessern Sie Ihre Sozialkompetenz!

Zwischenmenschliches Verhalten stärken

Unter dem Begriff „Sozialkompetenz“ versteht man Kenntnisse und Fähigkeiten, die jemanden in Beziehungen zu Menschen situationsbedingt handeln lassen. Es geht darum, wie man sich im Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden verhält. Sozialkompetenz ist in jeden Situationen gefragt – ob in Routine- als auch in Nicht-Routine-Situationen.

Was sind die wichtigen Bestandteile der Sozialkompetenz:

Kommunikationsfähigkeit

Kommunikationsfähig bedeutet nicht, dass man andere „an die Wand redet“. Es kommt vielmehr darauf an, dass Botschaften klar und deutlich formuliert werden, so dass andere die Aussagen leicht und richtig verstehen. Darüber hinaus  bedeutet Kommunikationsfähigkeit auch, Botschaften des Gegenübers richtig zu deuten. Deshalb muss jemand, der für sich in Anspruch nimmt, kommunikationsfähig zu sein, gut zuhören und Signale wie Mimik, Gestik und Körperhaltung entschlüsseln sowie entsprechend darauf reagieren können.

Konfliktfähigkeit (lösungsorientiert)

Wer hat das nicht schon erlebt? Wenn unterschiedliche Interessen und Positionen aufeinander treffen, kann es zu Konflikten kommen. Bereits durch die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Unternehmensabteilungen entstehen Konflikte. Besonders in internationalen Unternehmen kommen möglicherweise Konflikte wegen unterschiedlicher Einstellungen in verschiedenen Ländern hinzu (s. u. interkulturelle Kompetenz). Um diese zu schlichten oder gar positiv zu nutzen, muss man nicht nur mit Konflikten umgehen können, sondern auch in der Lage zu sein, alternative Konzepte zu entwickeln und kompromissfähig zu sein.

Kooperationsfähigkeit/Kooperationsbereitschaft

Bei dem Thema„Kooperationsbereitschaft“  geht es darum, ob man Meinungen anderer respektiert, ernst nimmt, gemeinsame Entscheidungen – selbst wenn sie dem eigenen Standpunkt widersprechen – mitträgt, offen und fair mit anderen umgeht, Kontakte zu anderen herstellt und pflegt, sich für das Anliegen anderer interessiert, Wissen weitergibt. Alles in allem handelt es sich bei der Kooperationsfähigkeit also um eine Bezeichnung für die Art, wie man mit anderen zusammenarbeitet.

Einfühlungsvermögen (Empathie)

Empathie bezeichnet man als die Fähigkeit, sich in eine andere Person hineinzuversetzen, ihre Gefühle nachzuvollziehen oder gar zu teilen, um sich so über deren Handlungen und Gedanken klar zu werden. Das Wesentliche am Einfühlungsmögen ist, dass man versteht oder zumindest zu verstehen versucht, was der Gegenüber antreibt, motiviert und prägt.

Emotionale Intelligenz

Unter  emotionaler Intelligenz versteht man, dass jemand intuitives Geschick im Umgang mit Kollegen, Mitarbeitern und Kunden mitbringt. Daher bildet sie eine Art Verknüpfung aus Team-, Kommunikations-,  Konfliktlösungsfähigkeit sowie Einfühlungsvermögen.

Teamfähigkeit oder Teamorientierung

Unter Teamorientierung versteht man,  wenn die gesamten Denk- und Arbeitsprozesse dem Teamgeist untergeordnet sind. Die Effizienz eines Teams oder einer Arbeitsgruppe lässt sich nicht dadurch erhöhen, dass man effektiv in Teams arbeitet, aber auch nicht dadurch, dass man als einzelner Lösungen sucht oder eine Aufgabe in Zusammenarbeit mit anderen zu lösen versucht.

Motivationsfähigkeit, Überzeugungsfähigkeit

Personen, die über eine hohe Motivierungs- oder auch Überzeugungsfähigkeit verfügen, gelingt es leicht, andere zu motivieren.Sie schaffen es,  ihre eigenen Ideen, Pläne und Vorstellungen darzustellen und Menschen für sich einzunehmen. Deshalb, und weil sie es schaffen, ihre Meinung auch gegen Widerstände durchzusetzen, übernehmen derart Begabte oft Führungsrollen in Gruppen.

Kritikfähigkeit

Bei der Kritikfähigkeit unterscheiden wir zwischen der Rolle des Kritisierenden und der des Kritisierten. Kritiker sollten darauf achten, Kritik immer in sachlichem, angemessenem Ton und möglichst nur unter vier Augen zu üben (und nicht etwa vor Gruppen, was dem Betriebsklima sicher abträglich wäre …). Dies gewährleistet, dass Kritik richtig verstanden wird. Sicherlich hört niemand gern, dass er „unzulänglich ist“.Dennoch sollte man Kritik annehmen und mit ihr umgehen können. Wichtig ist, dass man sie nicht persönlich nimmt oder sich sogar auf Rache einstellt, sondern sie als Möglichkeit betrachtet, gezielt an sich zu arbeiten, um die eigene Lage zu verbessern. Abgesehen davon, geht es bei Kritikfähigkeit nicht unbedingt nur um Negatives– es gibt auch „positive Kritik“ in Form von Lob und bewusster Anerkennung, die der Motivation dient – selbst mit Lob muss man also umzugehen lernen. Ob Kritik fruchtet, hängt daher immer von der Bereitschaft einer Person ab, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

Interkulturelle Kompetenz

Besonders in Zeiten der Globalisierung gewinnt diese Kompetenz und besonders in international tätigen Unternehmen an Bedeutung. Hier geht es darum, sensibel auf „Angewohnheiten“ anderer Kulturen zu reagieren, um dementsprechend zu kommunizieren. Daher versteht diese Person auch Wissen über andere Kulturen.